Prenatal Bonding- Ver-Bindung von Anfang an

Vor zwei Wochen durfte ich in meine Weiterbildung im Prenatal Bonding ( Bindungsanalyse nach nach Hidas und Raffai) eintauchen. Eine Erfahrung, die mich tief berührt und noch einmal ganz klar erinnert hat, warum mir die Begleitung von Frauen in der Schwangerschaft so am Herzen liegt.

Was ich besonders stark gespürt habe:
Wie wichtig es ist, schwangeren Frauen Raum zu geben.

Raum, um über ihre aktuelle Situation zu sprechen.
Über Bedürfnisse, Erfahrungen, Ängste oder Sorgen.
Raum, in dem ihnen wirklich zugehört wird – ohne Bewertung, ohne Zeitdruck, ohne etwas „lösen“ zu müssen.

Viele Frauen tragen in der Schwangerschaft so viel in sich. Gedanken, Gefühle, Fragen. Und oft fehlt im Alltag genau dieser geschützte Ort, an dem all das da sein darf.

In Verbindung gehen – mit sich selbst und dem Baby

Im Prenatal Bonding entsteht genau so ein Raum.
Ein Raum, in dem Frauen eingeladen sind, bewusst in Kontakt zu gehen – mit sich selbst und mit ihrem Baby im Bauch.

Nicht über den Kopf, sondern über das Spüren.
Über Atmung, innere Bilder, Präsenz und Zuwendung.

Diese frühe Verbindung kann eine tiefe Nähe entstehen lassen – eine Nähe, die nährt, beruhigt und Vertrauen schafft. Für die Frau. Und für das intrauterine Kind.

Gerade in einer Lebensphase, die so prägend und transformierend ist, empfinde ich diese Form der Begleitung als unglaublich wertvoll. Die Schwangerschaft ist nicht nur eine Vorbereitung auf das Muttersein – sie ist bereits Beziehung.

Warum das so bedeutsam ist

Was in dieser Zeit erlebt, gefühlt und integriert wird, wirkt weiter.
Für den Weg der Frau.
Und für das Kind, das diese Atmosphäre von Sicherheit, Zugewandtheit und Beziehung bereits im Mutterleib erfährt.


Diese Erkenntnis begleitet mich schon lange in meiner Arbeit – und wurde durch die Weiterbildung noch einmal vertieft und bestätigt. Es berührt mich immer wieder, Frauen in dieser sensiblen Phase zu unterstützen und ihnen einen sicheren, gehaltenen Raum zu öffnen.

Der Verein elbabe (Verein zur Förderung früher Mutter-Kind-Bindung) organisiert die gesamte Weiterbildung. Sie findet in den Räumlichkeiten der Praxis Cocon in Basel statt – einem Ort, der genau diese Haltung widerspiegelt: ruhig, achtsam, warm und einladend. Zwei Frauen Therapeutinnen, die sich für die frühe Mutter-Kind Bindung einsetzen und auch Gründungsmitglieder des Vereins sind, arbeiten seit vielen Jahren in ihrer gemeinsamen Praxis.

Sie bieten folgendes Angebot:

  • Pränatales Bonding / Bindungsanalyse nach Hidas und Raffai

  • Craniosacral Therapie

  • Emotionelle Erste Hilfe EEH

  • Schreibaby Hilfe

  • PäPKI

  • sowie aktuell die Winterhöhle – ein Schnuppernangebot für Schwangere um aus dem oft fordernden Alltag abzuschalten. Dieses Angebot wechselt dann im Frühling zur Frühlingswiese und im Sommer zum Sommerbad…

In der Winterhöhle (noch bis 26.02.2026) dürfen Frauen ankommen, Ruhe finden, entspannen und sich bewusst der Verbindung zu ihrem Baby widmen. Ein Raum ohne Erwartungen. Für Rückzug, Regeneration und Nähe.

Ein leiser Anfang, der viel bewegt

Prenatal Bonding ist kein „Tun“, kein Techniklernen.
Es ist ein Dasein.
Ein Lauschen.
Ein Sich-Zuwenden.

Und vielleicht genau deshalb so kraftvoll.

Wenn dich dieses Thema anspricht oder du dir in deiner Schwangerschaft mehr Raum, Verbindung und Begleitung wünschst, lade ich dich von Herzen ein, dich weiter damit zu beschäftigen – und dir diese Zeit für dich und dein Baby zu schenken.


Ein Blick in die Winterhöhle

Dein “Babydate” im oftmals hektischen Alltag. Du darfst eine geführte Meditation erleben, die dir helfen kann, bewusst in die Schwangerschaft einzutauchen und achtsam wahrzunehmen, wie es dir und deinem Baby geht.

3 Fragen an Nadine Stoffel und Karin Krick:

  • Was hat euch bewegt, den Verein elbabe zu gründen und was liegt euch in der Begleitung der Schwangeren besonders am Herzen?

    Wenn wir aus unserer Arbeit erzählen, dann beginnt sie eigentlich immer hier:
    bei den vielen Jahren Erfahrung mit Babys, Kindern und Eltern. Immer wieder haben wir gesehen und gespürt, wie entscheidend die frühe Eltern-Kind-Bindung für eine gesunde Entwicklung ist.

    Wir sind zwei Therapeutinnen, die im Eltern-Kind-Bindungsfeld arbeiten, und mit der Zeit wurde uns immer klarer: Es macht so viel Sinn, Eltern schon während der Schwangerschaft zu begleiten – ressourcenorientiert, bindungsstärkend und präventiv.

    Auf diesem Weg sind wir dem prenatalen Bonding begegnet, haben diese Methode erlernt und schließlich den Verein elbabe – Verein zur Förderung früher Eltern-Kind-Bindung gegründet.
    Was uns dabei besonders am Herzen liegt, ist, die Schwangere in ihrer Intuition, Selbstkompetenz und inneren Verbindung zu sich selbst und zu ihrem ungeborenen Baby zu stärken – und gleichzeitig das Bewusstsein, für dieses Thema in der Gesellschaft zu vertiefen stärken?.

    Wir wissen heute: Die frühe Bindung zwischen Baby und Eltern ist etwas zutiefst Grundlegendes. Für uns ist Bindung – ob früh oder später entstanden – wie ein innerer Airbag: Sie schützt, sie trägt und sie bildet den Boden für eine gesunde Entwicklung. Genau deshalb begleiten wir diese ersten, oft ganz leisen Begegnungen mit so viel Achtsamkeit und Herz.

  • Warum erlebt ihr pränatales Bonding / Bindungsanalyse so wertvoll? Sowohl für Frauen als auch für das ungeborene Kind?

    In unserer Arbeit erleben wir immer wieder, wie berührend pränatales Bonding für Schwangere ist. Der Raum, den wir öffnen, ist ein Raum zum Innehalten, Ankommen und bewussten Spüren. In den angeleiteten Babydates entsteht ein stiller, liebevoller Kontakt zum Baby im Bauch.

    Viele Frauen erzählen uns, dass sie sich dabei erleichtert fühlen, dass sie alte Erfahrungen einordnen können, mehr Vertrauen in sich selbst entwickeln und in das Baby. Diese bewusste Verbindung wirkt stressreduzierend, für die Mutter genauso wie für das Kind.
    Das Baby bekommt Raum, sich zu zeigen, wahrgenommen zu werden und willkommen zu sein- wie ein feiner Herzensfaden von Herz zu Herz. 

    Genau darin liegt für uns die Kraft dieser frühen Bindungsarbeit:
    Sie nährt. Sie schützt. Und sie trägt – von Anfang an.

  • Was dürfen Frauen in der Winterhöhle erfahren? und für wen ist dieses Angebot besonders gedacht?

    Die Winterhöhle ist ein liebevoll gestaltetes Schnupperangebot für Schwangere und ihre Partner:innen, die das prenatale Bonding kennenlernen und ganz behutsam ausprobieren möchten.

    Über mehrere Wochen hinweg entsteht ein geschützter, warmer und kuscheliger Raum – ein Ort zum Entschleunigen, Durchatmen und Ankommen. Es ist Zeit da, die Schwangerschaft bewusst zu erleben und die Verbindung zum ungeborenen Baby zu vertiefen.

    Mit einfühlsamen, geführten Anleitungen laden wir dazu ein, mit dem Baby in Kontakt zu kommen, nach innen zu spüren und der eigenen Wahrnehmung und Intuition zu vertrauen.
    Alles darf sein – nichts muss.

    Und weil sich nicht nur Schwangerschaften, sondern auch wir selbst im Wandel befinden, verändert sich auch dieses Angebot mit den Jahreszeiten:
    Die Winterhöhle wird zur Frühlingswiese und später zum Sommerbad. So bleibt der Raum offen – für spontane Besuche, für Neugier und für alle, die sich achtsam und ohne Druck auf den Weg der frühen Bindung machen möchten für Schwangere/Partner*in.

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